[German Workshop] Step-by-Step (Session 3) - (CFD) Aerodynamik eines Propelles einer Drohne


#1

Aufzeichnung des Webinars

Einreichen der Hausaufgaben

Bitte nutzen Sie dieses Formular. Abgabefrist ist der 17. September, 23:59

Link folgt

Einführung

Das Ziel dieser Hausaufgabe wird es sein Designs, sowie Charakteristiken von verschiedenen Propellerkonfiguraitonen einer Drohne zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei werden die Anzahl der Propeller und der Anströmwinkel variiert.

Wir werden insbesondere den durch die Propeller erzeugten Auftrieb betrachten und wie dieser mit dem Anströmwinkel zusammenhängt. Dabei werden Propellergeschwindigkeiten von 1200, 1600 und 2000 rad/s untersucht. Sie können den Anströmwinkel im Bereich von 0-12° ändern.

Die finale Version der Hausaufgabe soll 2 Simulationen von verschiedenen Designs enthalten, sowie 6 Simulationen insgesamt (3 Simulationen pro Design mit 3 verschiedenen Geschwindigkeiten). Selbstverständlich können Sie auch mehr Simulationen durchführen, um zu sehen wie sich beispielsweise der Anströmwinkel auf den Auftrieb auswirkt.

Physikalischer Background

Bevor wir uns mit der Simulation beschäftigen, wollen wir kurz noch einen Blick auf die Physik unseres Problems werfen:

Das Erste, was an dem Modell der Drohne auffallen sollte ist, dass wir es hier nur mit einem Viertelmodell zu tun haben. Wir nutzen hierbei die Symmetrie der Drohne aus und sparen uns somit eine große Anzahl an Zellen, die den Berechnungsaufwand nur unnötig in die Höhe treiben würden. Ebenso arbeiten wir aufgrund des geringen Modells viel effizienter, da wir nicht jede Randbedingung und Zuweisung mehrmals durchführen müssen. Die gelben Seiten in dem Bild sind sogenannte Symmetrieebenen.

Die äußeren, untere und oberen Wände (hier in blau dargestellt) sind dazu da, um die Domäne, in welcher wir simulieren wollen, zu definieren. Diese Wände existieren im Normalfall in der Realität nicht und sollten dementsprechend nicht mit der Strömung um die Drohne herum interagieren. Eine gute Approximation in diesem Fall ist es die Wände als reibungsfrei (frictionless) zu definieren.

Der Körper der Drohne selbst ist physikalisch als Wand (wall) zu betrachten (hier in grün dargestellt). Das heisst, dass wir hier Reibung berücksichtigen werden und müssen. Diese Flächen (inklusive dem Propeller) bekommen eine sogenannte No-Slip Bedingung zugewiesen.

Um die Effekte des rotierenden Propellers in der Simulation zu berücksichtigen, werden wir eine Technologie namens MRF (Multiple Reference Frame) benutzen. Anstatt das Netz zu bewegen - was einen enorm hohen Rechenaufwand bedeuten würde - erlaubt es der MRF Ansatz die Rotation der Luft um den Propeller (orange) hinzuzufügen.

Step-by-Step Anleitung

Vorbereitung der Geometrie

Ihnen wird ein OnShape Modell zur Verfügung gestellt, welches einfach zu modifizieren sein wird.
Wenn Sie bereits Nutzer von OnShape sind, so können Sie einfach den folgenden Link benutzen, um das CAD Modell in Ihren Workspace zu importieren:

Import CAD Modell

Erstellen Sie wie folgt eine Kopie:

  • Wenn Sie ein neuer User auf Onshape sind, so besuchen Sie bitte die folgende Seite: www.onshape.com
    Erstellen Sie sich einen neuen Account wie im Bild beschrieben:

  • Im nächsten Schritt wählen Sie nach belieben einen Accounttyp aus, welcher Ihren Anforderungen entspricht und füllen Sie das Anmeldeformular aus:

  • Sobald das CAD Projekt in Ihrem Workspace ist können Sie damit beginnen Modifikationen vorzunehmen. Sie können auf der linken Seite zwei Teile erkennen. Einmal “RotationZone” und “Drone”. Sie können Teile durch einen Klick auf das Auge unterdrücken.

  • Um den Anströmwinkel zu ändern, suchen Sie im Projektbaum auf der linken Seite nach der Operation AngleOfAttack und ändern den Wert mit einem Doppelklick auf den Eintrag. Beachten Sie die Bereiche des Winkels, die am Anfang des Tutorials gegeben wurden.

  • Um die Anzahl der Propeller zu ändern, muss die Operation NoOfBlades geändert werden. Wählen Sie einen adäquaten Wert und bestätigen Sie Ihre Wahl mit einem Klick auf den grünen Haken.

  • Wenn Sie mit Ihrem Design zufrieden sind, gehen Sie auf Ihr SimScale Dashboard und erstellen ein neues Projekt, indem Sie auf New klicken.

  • Öffnen Sie nun das Projekt, welches Sie soeben erstellt haben

  • Sie können nun direkt die von Ihnen erstellte Geometrie in OnShape in den Workspace importieren, indem Sie auf Import klicken.

Nach einem erfolgreichen Import können Sie den Import Tab schließen und in die Workbench wechseln. Dort können Sie Ihr importiertes Modell nun betrachten.

Meshing

Das Meshing oder die sogenannte Grid Generation ist eine diskrete Zerlegung der Geometrie, welche das fluiddynamische Problem und die Domäne beschreibt, in welcher die Zellen liegen, welche später benutzt werden, um das Strömungsproblem zu lösen. Das Mesh hat einen maßgeblichen Einfluss auf folgende Punkte:

  • Konvergenzrate (oder sogar fehlende Konvergenz)

  • Genauigkeit der Lösung

  • Benötigte Rechenzeit (CPU time)

Sobald Ihre Geometrie importiert wurde, ist sie bereit für das Meshing. Navigieren Sie hierzu zu dem Tab Mesh Creator, welcher unterhalb des SimScale Emblems zu finden ist. Wählen Sie Ihre Geometrie mit einem Klick aus und drücken Sie auf New Mesh.

  • Es wird danach ein neuer Eintrag im Projektbaum erscheinen. In der mittleren Spalte wählen Sie nun Hex-dominant parametric (only CFD) aus und adaptieren die Werte wie im Bild angegeben. Speichern Sie Ihre Einstellungen mit einem Klick auf Save.

  • Diese Methode erlaubt es Ihnen die Base Domain Größe und Diskretisierung der Domäne anzugeben. Des Weiteren können verschiedene Mesh Refinements und dazugehörige Einstellungen vorgenommen werden. Das Mesh Refinement hilft uns Regionen dort feiner aufzulösen, wo Strömungsgradienten einen signifikanten Einfluss haben. Für weitere Informationen zu Hex-dominant parametric, besuchen Sie bitte folgende Seite: SnappyHexMesh - Settings

  • Bevor wir ein Refinement vornehmen werden wir erst einmal die Domäne um die Drohne definieren. Wie schon erwähnt gibt es solch eine Domäne in der Realität nicht. Allerdings wird diese benötigt, um Randbedingungen an definierten Orten einzufügen. Wechseln Sie im Projektbaum auf die Background Mesh Box und passen Sie die Werte dieser wie in der Abbildung an.

  • Nun ändern wir den Material Point, welcher definiert, ob wir eine externe oder interne Strömungsanalyse durchführen.

  • Wir werden nun eine Region um das Modell erstellen, welche es uns erlaubt einen Verfeinerungsprozess (Refinement) in dieser separaten Domäne durchzuführen. Gehen Sie dazu im Projektbaum auf Geometry Primitives und drücken Sie auf New und wählen dann Cartesian Box.

  • Passen Sie die Dimensionen entsprechend dem Bild an

  • Um ein qualitativ hochwertiges Netz zu erhalten werden wir ein Refinement erzeugen. Die Resultate unserer Simulation hängen stark von der Qualität unseres Netzes ab und nehmen mit feiner werdendem Netz bis zu einem gewissen Punkt zu. Jedoch sollte man bedenken, dass mit feiner werdendem Netz der Rechenaufwand in die Höhe schießt. Um diesen Aufwand so gering wie möglich zu halten, verfeinern wir das Netz in kritischen Bereichen. Um dies zu tun, wechseln Sie bitte im Projektbaum auf Mesh Refinements und drücken auf New, um eine neue Verfeinerung hinzuzufügen.

  • Um den rotierenden Teil der Drohne zu separieren, werden wir ein sogenanntes Surface Refinement erstellen. Wir werden dieses benutzen, um den Effekt der Rotation später gut abbilden zu können. Ändern Sie den Namen des Refinements auf “Rot_Zone”, den Typ auf Surface Refinement und alle anderen Parameter entsprechend dem Bild. Weisen Sie diesem Refinement das Solid_1 zu. Speichern Sie die Einstellungen.

  • Fügen Sie ein weiteres Refinement hinzu. Geben Sie einen adäquaten Namen ein und wählen Sie als Typ Region Refinement. Passen Sie die Werte an und weisen Sie diese Verfeinerung Cartesian Box zu.

  • Um das Netz des Drohnenkörpers zu verfeinern, fügen Sie ein weiteres Surface Refinement hinzu. Adaptieren Sie Parameter und wählen Sie alles ausser die Propeller aus.

  • Das Gleiche machen Sie für die Propeller

  • Im nächsten Schritt werden wir noch eine Verfeinerung für die ganze Drohne vornehmen, um dort die Strömung in Wandnähe besser auflösen zu können.

  • Das Mesh ist nun zur Berechnung bereit! Gehen Sie dazu im Projektbaum wieder auf Operation 1 und drücken Sie auf Start

Simulation

  • Klicken Sie auf New Simulation, um eine neue Simulation zu erzeugen. Geben Sie der Simulation einen Namen. Dies wird eine weitere Spalte in der Mitte erzeugen. Hier können Sie aussuchen, welche Art von Simulation Sie durchführen möchten.

  • In unserem Fall werden wir eine Strömungssimulation eines inkompressiblen Fluids betrachten. Dazu klicken Sie auf Fluid Dynamics und auf Incompressible.

  • Im nächsten Schritt können weitere Einstellungen vorgenommen werden. Zuerst wählen wir ein Turbulenzmodell für unsere Strömungssimulation. In unserem Fall wird das k-omega SST Turbulenzmodell gewählt. Wählen Sie als weitere Option Steady-State aus dem Drop-Down Menü. Dies bedeutet, dass wir ein stationäres Strömungsfeld betrachten. Nun speichern Sie Ihre Auswahl, indem Sie auf den Button unten drücken. Dies wird weitere Items im Projektbaum auf der linken Seite erzeugen.

  • Die Hierarchie des Baumes ist so strukturiert, dass man alle Schritte von oben nach unten durcharbeiten kann. Beachten Sie, dass manche Items nicht benötigt werden bzw. optional sind.

  • Im nächsten Schritt müssen Sie Ihre Domäne wählen. Wählen Sie 3 Blades aus dem Menü aus. Vergessen Sie nicht Ihre Einstellungen zu speichern.

  • Nun müssen wir unsere Materialien definieren, indem wir auf Materials klicken. Dabei muss die kinematische Viskosität angegeben werden. Klicken Sie hierzu auf das Untermenü und auf den New Button.

  • Dies wird eine neue Spalte erzeugen, in welcher Sie Ihrem Fluid bestimmte Eigenschaften geben können. Glücklicherweise ist SimScale mit einer Materialbibliothek ausgestattet, welche wir in diesem Kontext nutzen werden. Drücken Sie auf Import from material library. Wählen Sie hier Air aus der Liste und speichern Sie Ihre Einstellungen.

  • Wählen Sie beide Regionen aus und drücken Sie auf Save

Initial Conditions

Dieser Schritt kann übersprungen werden.

Boundary Condition

Im Anschluss daran können sie die Randbedingungen (englisch: Boundary Conditions) für alle Flächen des Netzes definieren. Klicken Sie dazu auf den Reiter Boundary Condition in dem Projektbaum. Hier haben Sie eine Übersicht über alle Randbedingungstypen, welche auf das Netz angewandt werden können. Um eine neue Randbedingung hinzuzufügen, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Button am unteren Ende der Spalte.

Dies wird ein zusätzliches Untermenü in dem Projektbaum hinzufügen und ein weiteres Fenster öffnen, in welchem Sie die Randbedingung definieren können. Sie können für die Randbedingung einen adäquaten Namen auswählen. Wählen Sie im Anschluss den Typ der Randbedingung und selektieren Sie die dazugehörigen Flächen.

Symmetrie

Diese Randbedingung wird benötigt, da wir nur mit einem Viertelmodell der Drohne arbeiten. Wählen Sie den Typ Symmetry und weissen Sie dieser Randbedingung die Flächen boundingBox3 und boundingBox5 zu.

Slip

Wie bereits besprochen wird diese Randbedingung die Interaktion die Interaktion des Modells mit den Wänden reduzieren.

Wählen Sie als Typ Wall und für die Velocity Slip, sowie für das Wall Treatment Wall function aus. Weisen Sie dieser Randbedingung boundingBox1,2,4 und 6 zu.

Drohne

Wählen Sie bitte Wall als Randbedingungstyp und No-Slip als Bedingung für die Velocity und Wall function für das Wall Treatment. Weisen Sie diese Randbedingung allen Flächen zu!

Rotierende Zonen (Rotating Zones)

In diesem Schritt werden wir die Rotation den Propellern zuweisen. Klicken Sie dazu auf Advanced Concept im Projektbaum und fügen Sie eine neue Zone mit einem Klick auf New hinzu. Dies wird eine neue Spalte erzeugen, in welcher Sie Werte für die Zone eingeben können.

Das Netz beinhaltet zwei Zonen. Eine davon (Rotation) beinhaltet alle Zellen um den Propeller. Das Einzige, was Sie zum müssen ist das Zentrum der Rotation (0.0849, 0.037, 0.0849), die Rotationsachse (0, 1, 0) und die Winkelgeschwindigkeit mit beispielsweise 2100 rad/s (was in etwa 20000 rpm entspricht). Wählen Sie als letzten Schritt die Domäne aus.

Numerics

In diesem Menü müsste eigentlich nichts für diese Simulation geändert werden. Allerdings wollen wir die Zeit für die Simulation etwas verkürzen und passen dort ein paar Einstellungen an.

Simulation Control

Die Simulation Control gibt uns die Möglichkeit über den Umfang der Simulation zu bestimmen. Sie können den End Time Value auf 3000 Iterationen setzen. Die Anzahl der Kerne kann auf 32 erhöht werden. Die Maximum Runtime wird auf 10000s gesetzt.

Beachten Sie Folgendes: Der End Time Value repräsentiert die Computation Time und die Maximum Runtime die “echte” Zeit (Uhrzeit).

Result Control

Für eine akkurate Verifikation der Ergebnisse müssen sogenannte Solution Fields zusätzlich für das Post-Processing kalkuliert werden. Die SimScale Plattform bietet hierzu ein dediziertes Result Control Panel an, um weitere relevante Ausgabeparameter für den User sichtbar zu machen. Diese zusätzlichen Result Control Items können wie folgt erzeugt und exportiert werden.

Navigieren Sie zu dem Punkt Result Control und klicken Sie bei Forces and Moments auf New!

Passen Sie die Werte für dieses Item an und weisen Sie die ganze Drohne (ohne Bounding Box und rotierende Zone) hinzu!

Sie sind nun soweit die Simulation laufen zu lassen. Navigieren Sie hierzu zu dem Punkt Simulation Runs in dem Navigationsfenster und checken Sie das Simulationssetup. Wenn es keinen Error gibt, erzeugen Sie bitte einen neuen Simulationslauf, indem Sie auf New klicken.

Geben Sie den Namen Ihrer Simulation ein.

Klicken Sie Start, um mit der Simulation zu starten.

Post-Processing

Sie werden benachrichtigt, wenn Ihre Simulation durchgelaufen ist. Wechseln Sie für die Auswertung dazu in den Post-Processing Tab in der Leiste.

Konvergenzplot

Result Control Item

Solution Fields

Streamline Visualisierung

Eine Stromlinie (englisch: Streamlinie) kann als ein Pfad eines masselosen Partikels gedacht werden, welcher durch das Strömungsfeld “getragen” wird (damit ist das Vektorfeld gemeint). Stromlinien werden oft dazu benutzt um die Struktur eines Vektorfeldes zu vermitteln, indem ein instantanter Schnappschuss der Strömung zu einem bestimmten Zeitpunkt erzeugt wird. Ein Ensemble von Stromlinien kann benutzt werden um interessante Bereiche in der Strömung zu identifizieren.

Der primäre ParaView Filter, um Stromlinien zu erzeugen ist der sogenannte Stream Tracer. Der Stream Tracer Filter generiert Stromlinien in dem Vektorfeld aus einer Kollektion von Punkten. Die Produktion von Stromlinien stoppt, falls eine Stromline die äußere Grenze eines Datensatzes überschreitet.

Fügen Sie einen neuen Stream Tracer hinzu und ändern Sie die Einstellungen entsprechend dem Bild!

Hinweis: Es ist wichtig nach dem Hinzufügen des Stream Tracers die Ergebnisse erneut in den Viewer zu laden. Um dies zu tun klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Soluation Fields und dann auf Add results to viewer. Stellen Sie sicher, dass bei dem neu geladenen Resultat nur die Faces ohne die Bounding Box angezeigt werden. Bestätigen Sie Ihre Einstellungen stets mit einem Klick auf Apply.

Hausaufgabe

Das Ziel der Hausaufgabe wird es sein mindestens zwei Simulation mit verschiedenen Designs zu erstellen. Jedes Design wird mit drei verschiedenen Geschwindigkeiten der Propeller simuliert. Sie sollen die Ergebnisse miteinander vergleichen und entscheiden, welches Design den besseren Auftrieb erzeugt und welches Design Sie für Ihre Drohne verwenden würden. Benutzen Sie die Ihnen bereits bekannte Filterfunktion Transform, um eindrucksvolle Bilder zu erstellen.

Viel Erfolg und Happy SimScaling!


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#2

#3

Hallo,
ich habe eine Verständnisfrage zum Meshrefinement, Surface Refinement. Im ersten Schritt wird der Drohnenkörper ausgewählt, es heißt alles außer den Rotorblättern soll ausgewählt werden, dies sind 81 Flächen. Im nächsten Schritt soll die Verfeinerung auf die Rotorblätter angewendet werden - also sozusagen alles ausser den vorher ausgewählten 81 Flächen, lt. Tutorial sind dies 39 Flächen.
Mein Gedanke war nun, über eine Auswahlumkehr die Flächen des Rotors markieren zu können. Über “Invert visibility” bekomme ich nun eine Auswahl von 65 Flächen, zumindest die Darstellung sieht so aus, als wären hier wirklich nur die Rotorblätter ausgewählt aber im Vergleich zum Tutorial sind es ja zu viele Flächen. Kann mir jmd. sagen, wo mein Denkfehler liegt?



#4

Hi @Vaneia!

Im Tutorial werden 3 Rotorblätter verwendet wohingegen du 5 Rotorblätter verwendest und dementsprechend mehr Flächen angezeigt bekommst. Das Tutorial soll auch nur das prinzipielle Vorgehen demonstieren. So wie du das gemacht hast sieht es auf jeden Fall gut aus und mit der Invert Funktion zu hantieren ist hier auch angebracht und smart anstatt alle Flächen mit der Maus anzuklicken.

Macht das soweit Sinn?

Viele Grüße!

Jousef


#5

Hi,
super und Danke für die schnelle Antwort! Ja, das ist logisch mit den Rotorblättern, das verstehe ich :smile:. Dass die Anleitung das generelle Vorgehen beschreiben soll ist mir klar, das mit der Anzahl der Rotorblätter - da stand ich auf der Leitung :wink: .

Aber bisschen “doof” bin ich dennoch - ich kann die Invert-Funktion zwar verwenden, aber nur “innerhalb” der Survface Definement, in dem ich die 81 des Drohnenkörpers auswähle. Aber dort möchte ich ja die 81 Flächen behalten - und nicht die der Roterblätter. Wie kann ich die Flächen in einem neuen mesh-Refinement (nämlich dem für die Rotorblätter) anwenden? Ich hatte auch versucht, die Flächenbezeichnungen innerhalb des blauen Kastens per copy & paste in das neue Mesh refinement zu übernehmen, das klappte aber auch nicht. Über einen Tipp würde ich mich sehr freuen :slight_smile: .


#6

Verstehe was du meinst @Vaneia. Da gibt es keine andere Möglichkeit im Moment ausser das Active Box Assignment zu verwenden. Halte b gedrückt und ziehe einen Kasten um die Teile, welche du auswählen möchtest, dann musst die nicht alles per Hand assignen.

Video : SimScale Release Updates: Box Selection

Hattest du das schon probiert?

Viele Grüße!

Jousef


#7

Ja, mit der Box habe ich den Drohnenkörper bzw. die Flächen selektiert, das ging ganz gut, da ich aber faul bin, dachte ich, es ginge vielleicht noch einfacher :wink: . Dann versuche ich diese Methode auch noch an den Rotorblättern.

Kann man eigentlich irgendwo umstellen, dass die Kommataste als “Komma” akzeptiert wird? Bei der Nutzung des Ziffernblocks würde dies die Eingabe vereinfachen .

Und wo ich schon dabei bin, oben im Bild sieht man doch rechts die Flächenbezeichnungen - mit dem Auge kann man sie ein-/bzw. ausblenden. Wenn ich nun die Flächen ganz, ganz unten in ihrer Sichtbarkeit veränern möchte, ist mir das dunkelblaue “Report an Issue” bzw. das “Chat”-Feld im Weg, kann man diese Felder ausblenden oder verschieben?

(Ich hoffe, meine Fragen sind nicht zu blöde, wie man vielleicht bemerkt, bin ich absoluter Anfänger :wink: ).

Viele Grüße
Vaneia

p.s.: wenn man das Refinement des Bodys kopieren könnte, dann die Auswahl umkehren - das wäre vielleicht auch ein schöner Lösungsansatz(?). Aber ich habe es jetzt und im nächsten Refinement sieht man ja über die Gesamtsumme der Flächen, ob alle Flächen ausgewählt wurden. Danke nochmal für das Erinnern an die Box-Auswahlmöglichkeit :-).


#8

Hi @Vaneia!

Wo wird denn ein Komma benötigt? Weiss grade nicht auf was du hinaus möchtest. Hinsichtlich der “Erreichbarkeit” der Faces, welche verdeckt sind könnte man mit Rechtsklick auf die Fläche und dann der Hide Option die jeweiligen Flächen ausblenden. Ich hatte das bis jetzt noch nicht und das liegt auch womöglich entweder an der Anzahl der Faces oder der Auflösung des Rechners (oder beidem).

Der Ansatz, welcher von dir vorgeschlagen wurde macht schon Sinn. Allerdings ist das immer eine Sache der Implementierung :wink: Du könntest in der Vote For Features Kategorie deinen Wunsch einmal schildern. Ich denke, dass einige User daran interessiert sein könnten.

Cheers!

Jousef


#9

Hallo Jousef,

hat bisschen gedauert, hat aber nichts mit Desinteresse zu tun. Ein “Komma” - bzw. hier muss ja der Punkt verwendet werden - z.B. hier:
Komma

Es wäre doch schön, wenn man der Software irgendwo mitteilen könnte, dass man ein deutsches Tastaturlayout verwendet, und dann das den Zahlen naheliegende Komma verwenden könnte - finde ich zumindest :wink: . Oder kann man das irgendwo einstellen und ich habe es nicht gefunden?

Ja, das mit dem direkten Auswählen der Flächen ist klar, aber im rechten Bildbereich sind die Flächen ja auch nochmal “namentlich” aufgelistet:

(Mein Pfeil ist etwas “dominant” geraten :wink: ), wenn man hier mit der Maus die Flächennamen anklickt, können diese in der Sichtbarkeit ja auch hier beeinflusst werden. Wenn die Liste allerdings lang ist, sind diese “Report an Issue” und “Chat” Felder im Weg - sie verdecken bei langen Listen die untersten Flächennamen, daher die Frage, ob man diese zwei benannten Felder irgendwie verschieben, ausblenden kann.

Akutell habe ich aber eine “wichtigere” Frage:
Gibt es noch eine ausführlichere Anleitung, wie ich zu dieser Darstellung komme:

, mit dem Viewer scheine ich Probleme zu haben.

Viele Grüße Vaneia


#10

Hallo Vaneia,

SimScale verlangt als Separator einen Punkt, geht leider nicht anders und das Komma umstellen wäre ein bisschen umständlich. So viel Zeit verschwendet man nun auch nicht wenn man auf den Punkt drückt :wink:

Für die Auflistung der Namen gibt es bis jetzt soweit ich weiss keine “offizielle” Lösung. Man kann aber mit folgendem Trick sich das Feld ein wenig verschieben.

Du drückst auf die rechte, untere Ecke und ziehst die Maus nach rechts was deinen Baum ein wenig nach rechts verschiebt. So müsste nichts mehr im Weg sein und du kannst das ganze nach deiner Auswahl natürlich auch wieder rückgängig machen indem du die Maus dann nach links ziehst (bei gleichzeitigem Klicken auf dieses in rot umrahmte Eck).

Zur Visualisierung gibt es eigentlich nicht viel mehr zu sagen als in dem Step-by-Step erwähnt wurde. Könntest du dein Problem etwas näher schildern, damit ich weiss wo du Schwierigkeiten hast? Macht es einfacher potentielle Fehlerquellen für den User zu vermeiden.

Besten Dank und Cheers!

Jousef


#11

Hallo Jousef,

Danke für en Tipp - ich habe es gerade ausprobiert und dabei bin ich auf eine weitere Möglichkeit gestoßen: das Fenster mit der Liste verkleinern und dann den Scrollbalken nutzen, das geht auch. Danke :slight_smile: .

Das mit dem Punkt und dem Komma: für mich ist das im Moment eher so ein kleiner Schönheitsfehler, ich musste es nur einmal bemerken, dass ich ja den Punkt nehmen muss, müsste ich aber täglich mit kostenpflichtigem Account damit (10-Finger-Bild-schreibend) arbeiten, würde ich es als echtes Manko ansehen :wink: .

Das Beschreiben des anderen Problems dauert noch ein bisschen, melde mich wieder :slight_smile: .

Viele Grüße
Vaneia

P.S. ich bin auf eine neue Frage gestoßen, es geht um den Punkt “Result Control”, ich habe mir das gerade im Tutorial und im Video angeschaut - welche Flächen sollen denn nun ausgewählt werden?

Auch beim “Write Intervall” sehe ich einmal den Wert “1”, einmal “10”, ich denke, hier handelt es sich um einen Angabe, welche die Genauigkeit des Ergebnisses - und damit auch die Rechenzeit beeinflusst und 1 ist viel genauer als 10? Welcher Wert soll hier gewählt werden?


#12

Zu meinem Problem der Visualierung mit dem StreamTracer habe ich Screenshots angefertig:

Ich habe auch noch einmal “Add result to viewer” ausgewählt - aber die Linien wollen sich nicht zeigen :wink: hat jmd. eine Idee, was ich falsch machen könnte?


#13

Hi @Vaneia,

hab mir eine Kopie deines Projektes erstellt und es mal probiert. Funktioniert einwandfrei bei mir.

Kann es sein, dass du bei dem Solution Field bei welchem das “Auge” nicht aktiv ist bei Internal Mesh andere Faces gewählt hast? Lass das auf Internal Mesh und füge einfach nur den Stream Tracer hinzu.

Lass mich wissen, ob das geholfen hat. Andernfalls speichere bitte deine Einstellungen mit einem Klick auf Save State und dann kann ich mir deine Einstellungen bei einem Copy ansehen. Macht es einfacher den Fehler zu identifizieren.

Viele Grüße!

Jousef


#14

Hallo,

dann muss es ja irgendwas “ganz Blödes” sein, was ich falsch mache :wink: . Ich habe die Einstellungen gespeichert - danke für’s Helfen :slight_smile: .


#15

Klappt es denn nun? :slight_smile:


#16

:sweat_smile:

  1. Rechtsklick auf “Soulution Fields”
  2. Auswählen von “Add to Viewer”
  3. die Solid-Flächen auswählen, damit nur die Drohne, nicht aber die Box oder die Rotationszone angezeigt wird
  4. Apply

ich vermute hier kommt der Knackpunkt:
5. “+ Add Filter”, hier “Stream Tracer” auswählen, “Apply” anklicken
6. Nochmal Rechtsklick auf Soluten Fields, Add to Viewer auswählen

und jetzt hätte ich gedacht, dass es klappen sollte, tut es aber nicht. :wink:


#17

Also gehen wir nochmal alles Step-by-Step durch. :wink:

  1. Anwenden des Stream Tracers auf die automatisch geladene Geometrie
  2. Anpassen des Stream Tracers
  3. Laden der gleichen Lösung mit Add to Viewer
  4. Alles auswählen ausser Internal Mesh und die Bounding Boxes
  5. ??
  6. Profit

Sollte so klappen. Probiere es mal aus und lass mich wissen ob es dann geht :wink:

Cheers!

Jousef


'rearwing antunes' simulation project by fbrandao
#18

:grin::tada::balloon::tada:

Danke Dir!


#19

Perfekt! :slight_smile:


#20

Hallo,
hiermit habe auch ich es geschafft, dass endlich ein Ergebnis des Stream Tracers sichtbar wird, danke. Für den StreamTracer braucht man das internalMesh, und das anschließende Add result to viewer, um das Modell selbst wieder anzuzeigen.
Sieht aber noch etwas anders aus, darum zwei Anfängerfragen:

  • Wie kriege ich denn das Modell wieder in die Mitte - bei mir hängt es ganz oben fest.
    Das passiert mir auch manchmal beim Auswählen von Flächen etc. - alles dreht sich, läßt sich aber nicht verschieben.
  • Wie bekomme ich denn Farbe hinein?

    Vielen Dank schon mal.